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Seit Jahrhunderten durchzieht die Transhumanz das Schnalstal und hinterlässt Spuren in den Wegen, den Klängen und im Leben der Gemeinschaften.

Das Projekt Schnalstal – Dorf in Bewegung interpretiert die Kultur des Tales neu – durch zeitgenössische Ausdrucksformen, digitale Werkzeuge, partizipative Ansätze und neue Besuchserlebnisse.

Im Mittelpunkt steht die Transhumanz, die von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde: eine Praxis, die auf der saisonalen Wanderung der Herden, der Fürsorge für die Tiere und einem gemeinsamen Wissen beruht, das von den Menschen dieser Region über Generationen hinweg weitergegeben wird.

Die von Gianfranco Spitilli zwischen 2023 und 2024 koordinierte ethnografische Forschung legte die wissenschaftliche Grundlage des Projekts. Beobachtungskampagnen begleiteten die Wege der Transhumanz zwischen Almen, Pässen und Bauernhöfen des Tales und dokumentierten pastorale Praktiken, Klanglandschaften sowie Formen des gemeinschaftlichen Lebens, die mit der saisonalen Wanderung der Herden verbunden sind.

Aus diesem Prozess entstanden Klangarchive, immersive Installationen und kulturelle Räume, die das Tal durch Zuhören, lebendige Erinnerung und unmittelbare Erfahrung erlebbar machen. Themenwege zur Transhumanz, Routen der Stille und Pfade, die der Klanglandschaft gewidmet sind, eröffnen heute neue Formen der Wahrnehmung und des Erlebens – im Einklang mit der alpinen Identität des Schnalstals.

Das Projekt trägt damit zur Stärkung der lokalen Gemeinschaft bei, fördert die generationenübergreifende Weitergabe von Wissen und hält die Verbindung zwischen dem Tal und den Praktiken lebendig, die seine Geschichte geprägt haben.

Gefördert im Rahmen des PNRR

Schnalstal – Dorf in Bewegung ist Teil der Maßnahmen zur kulturellen und sozialen Revitalisierung kleiner historischer Dörfer, die vom italienischen Kulturministerium im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) gefördert werden.

PNRR M1C3 I2.1 – Attraktivität historischer Dörfer, Linie B
Handlungsfeld 3 – Schutz und Aufwertung des immateriellen Kulturerbes
Maßnahme Nr. 4 – Forschung, Studien, Katalogisierung und Archivierung

Finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU

CUP: I75I22000000006
CIG: A00CE9AF04

Das Projekt stützt sich auf eine ethnografische Forschung, die zwischen 2023 und 2024 von Gianfranco Spitilli wissenschaftlich begleitet wurde. Die Feldforschung verfolgte die Transhumanz in ihrem konkreten Ablauf – von der Vorbereitung der Tiere bis zu ihrer Rückkehr im Herbst – und sammelte Zeugnisse, Bilder und Klänge an den Orten, die von den Herden durchquert werden. Daraus entstand eine umfassende Dokumentation, in der die mobile Weidewirtschaft in ihrer engen Beziehung zur alpinen Landschaft und zum gemeinschaftlichen Leben sichtbar wird, das ihre Kontinuität bewahrt und weiterträgt.