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Bauer

Elmar Horrer

Elmar Horrer

Bauer aus Laas

Elmar Horrer wurde 1959 in Laas geboren. Schon als zehnjähriges Kind verbrachte er den Sommer im Laaser Tal und hütete 140 Kälber. In diesen Jahren entwickelte er die Liebe zur Einsamkeit und Stille, eine Leidenschaft, die ihn sein Leben lang begleitete.

Das Interesse an und die Verbindung zu Schafen kam erst später, als er dank Verwandten, die Herden besaßen, in Kontakt mit diesen Tieren kam. So baute er langsam eine eigene Herde auf, die heute rund 70 Tiere umfasst, und begleitet sie über die Alpenkette auf die Sommerweide im Ötztal.

Bis 2014 fand der lange Marsch teilweise auf Gletschern statt, aber auch heute noch können die Wetterbedingungen die Überquerung sehr tückisch machen. Im Hochgebirge, und hier geht es bis auf 3.000 Meter, kann das Wetter plötzlich umschlagen und der unzählige Male begangene Weg wird zu einem unüberwindbaren Hindernis, vor allem wenn der Schnee gefriert, und Elmar musste schon so manches Mal hilflos zusehen, wie Unfälle passierten.

Seit Jahren ist er der geschätzte Präsident des Laaser Schafzuchtverbandes und obwohl er bei vielen internationalen Film- und Fernsehaufnahmen mitgewirkt hat, ist er ein bescheidener und gelassener Mensch geblieben.

Karl Prieth

Karl Prieth

Bauer aus Kortsch

Karl Prieth, geboren 1952 in Kortsch, stammt aus einer Bauernfamilie und hütete bereits mit zwölf Jahren Schafe auf dem Hof am Hang des Sonnenbergs. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 1988 den elterlichen Betrieb auf dem Hof Schlipf in Kortsch. Damals produzierte der Betrieb Getreide und Obst, so dass der junge Mann keine Zeit mehr hatte, sich um die Schafe zu kümmern, die er später verkaufte.

Erst 2002, als sein Sohn Bernhard nach dem Militärdienst den Hof übernahm, begann Karl wieder mit der Zucht seiner geliebten Schafe und wurde bald Präsident des Schafzuchtvereins von Kortsch, der heute 26 Mitglieder und 400 Schafe zählt.

Jedes Jahr begleitet er die Herden auf die Sommerweide im Ötztal und hat dabei viele kuriose Geschichten zu erzählen. Einmal, im Herbst, auf dem Rückweg in den Vinschgau, verschlechterte sich das Wetter rapide und die Sicht war gleich null. Er, an der Spitze der Herde, kam immer langsamer und unsicherer voran, bis ihn ein altes Schaf überholte, die Richtung änderte und ihn zur Bellavista-Hütte führte. Das Schaf hatte eine Schelle, mit deren Hilfe die anderen Schafe ihm folgen konnten, obwohl sie es nicht sahen.

Eine weitere kuriose Episode im Zusammenhang mit Schafen führt uns bis nach Aquileia. Vor Jahren litt Karl an einer unerklärlichen Allergie, bis der Reiseführer eines Tages bei der Besichtigung der Mosaiken auf dem Boden der Basilika darauf hinwies, dass in der biblischen Erzählung die Tiere in reine und unreine unterschieden werden. Die Schafe (die in der Bibel nicht weniger als 96 Mal erwähnt werden) gehörten zu den reinen Tieren, weil sie sich nur von Kräutern ernährten. Seitdem isst Karl nur noch Kräuter, Gemüse und Schaffleisch und seine Allergie ist verschwunden!