
Manuel Götsch
Schafhirte

Manuel Götsch ist ein bekannter Hirte aus dem Schnalstal in Südtirol, der durch seine Arbeit in der Almwirtschaft und sein Engagement für die traditionelle Lebensweise und nachhaltige Landwirtschaft Anerkennung gefunden hat. Als Mitglied einer Familie, die tief in den Traditionen des Schnalstals verwurzelt ist, spielt Manuel Götsch eine wichtige Rolle in der Bewahrung und Weiterentwicklung der jahrhundertealten Praktiken der Almwirtschaft.
Manuel Götsch wuchs im Schnalstal auf und war von klein auf in die landwirtschaftlichen Tätigkeiten der Familie eingebunden. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für die Natur und die Tiere, die ihn schließlich dazu führte, den Beruf des Hirten zu ergreifen. Er übernahm die Verantwortung für die Pflege und das Wohl der Herden, die während der Sommermonate auf die Hochalmen getrieben werden. Diese Praxis der Transhumanz ist eine zentrale Tradition in der Region, bei der das Vieh in den wärmeren Monaten auf höher gelegene Weiden gebracht wird, um das frische Gras zu nutzen, und im Winter in die Täler zurückkehrt.
Die Arbeit als Hirte erfordert eine Vielzahl von Fähigkeiten und ein tiefes Verständnis der alpinen Umwelt. Manuel Götsch verfügt über umfangreiches Wissen über das Verhalten der Tiere, die Pflanzenwelt und die wechselnden Wetterbedingungen in den Bergen. Seine tägliche Arbeit umfasst die Überwachung der Herden, das Sicherstellen ihrer Gesundheit und den Schutz vor möglichen Gefahren wie Raubtieren und extremen Wetterereignissen.
Ein bemerkenswerter Aspekt von Manuel Götsch’s Arbeit ist sein Engagement für nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt der Biodiversität. Durch die Beweidung tragen die Tiere zur Verbreitung von Pflanzensamen bei und helfen, die Bergwiesen offen und vielfältig zu halten. Diese nachhaltige Bewirtschaftung fördert die biologische Vielfalt und trägt zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts in den alpinen Regionen bei.
Darüber hinaus ist Manuel Götsch auch in der lokalen Gemeinschaft aktiv und setzt sich für die Förderung und Weitergabe traditioneller Handwerkstechniken ein. Dazu gehört die Herstellung von Käse und anderen Milchprodukten, die Verarbeitung von Wolle und die Pflege der Almgebäude. Diese Fertigkeiten sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Lebens, sondern auch ein kulturelles Erbe, das er bewahrt und an jüngere Generationen weitergibt.
Manuel Götsch hat durch seine Arbeit und sein Engagement breite Anerkennung und Respekt in der Gemeinschaft erlangt. Er ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie traditionelle landwirtschaftliche Praktiken in der modernen Welt relevant bleiben und einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt und der kulturellen Identität leisten können.
Seine Geschichte und seine Arbeit als Hirte im Schnalstal sind ein inspirierendes Beispiel für die Bedeutung von Tradition, Nachhaltigkeit und der engen Verbindung zwischen Mensch und Natur. Manuel Götsch trägt dazu bei, das kulturelle Erbe und die natürliche Schönheit der Südtiroler Alpen zu bewahren und für zukünftige Generationen zu schützen.
Der Schnalser Schafhirte Manuel Götsch führt jedes Jahr rund 1700 Schafe vom Schnalstal über den Alpenhauptkamm ins Ötztal – wie schon seine Vorfahren seit Jahrhunderten. Dort verbringt er mit den Tieren den Sommer. Diese Art der Viehwirtschaft heißt Transhumanz und ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Manuel nimmt Sebastian Ströbel mit auf eine Runde durch das riesige, alpine Gebiet und sie versuchen gemeinsam, ein verletztes Schaf zu retten.
https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/sebastian-stroebel-meine-alpen-menschen-der-berge-doku-100.html

Erbe seiner Vorfahren
Wieder schallen uralte Hirtenrufe durch die morgendliche Dunkelheit. Einer der spektakulärsten und ältesten Vieh-Triebe der Alpen steht bevor: Mit 1.500 Schafen geht es vom Südtiroler Schnalstal ins österreichische Ötztal. Seit vielen Jahrhunderten schon ziehen Menschen mit ihren Tieren übers Gebirge, Transhumanz nennt sich diese Form der Wanderweidewirtschaft, die von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde.
Ein Filmteam begleitete den jungen Südtiroler, der das Erbe seiner Vorfahren angetreten hat: Den 24-jährigen Schafhirten Manuel Götsch. Er hofft, dass es auch nach ihm noch lange weitergehen wird mit dieser Tradition, die bereits Jahrhunderte überdauert hat, allen Veränderungen auf der Welt zum Trotz.


























